Liebe Freunde,
die Zeit im neuen Jahr vergeht hier
sehr schnell. Leider geht es mir nicht immer so gut, was auch der Grund fuer
meine weniger zahlreichen Eintraege in letzter Zeit ist. Meine Gesundheit und
damit mein Koerper aber auch die Vorbereitungen fuer das Studium haben mich
veranlasst jetzt doch ein ganzes Stueck frueher heim zu fliegen. Ich bin Gott
sehr dankbar, dass er mich auf diesen Weg gefuehrt hat. Mit allen
Stolpersteinen aber auch allen tollen Erlebnissen und Unterschieden zu
Deutschland, die den eigenen Horizont ungemein vergroessern!
Es steht noch nicht 100%ig fest,
wann ich genau heim fliege aber ich wollte euch nur mal auf dem Laufenden
halten!
Gebetsanliegen:
meine Gesundheit
gutes Abwickeln der Rueckreise vor
allem mit der Ausreiseorganisation (EMS)
Diese Andacht aus dem
Jugenarbeitsheftle vom ejw hat mich total angesprochen, da fuer mich persoenlich
viele doppeldeutige Dinge genau auf meine Reise in Ghana beziehbar sind. Es hat
mich zum Nachdenken gebracht und mir ist aufgefallen wie viel mir Gott
in Ghana geschenkt hat. Ich habe meine Lieblingssaetze
unterstrichen...Wer Zeit hat kann sie ja mal lesen :]
Andacht zur Jahreslosung
2013
Denn
hier auf der Erde gibt es keinen Ort, der wirklich unsere
Heimat wäre und wo wir für immer bleiben könnten. Unsere
ganze Sehnsucht gilt jener zukünftigen Stadt, zu der wir unterwegs
sind. (Hebräer 13,14 NGÜ)
Eine
große Schale mit Äpfeln stand auf der Theke in der Cafeteria
einer katholischen Schule. Eine Nonne hatte ein Schild
angebracht: „Bitte nimm nur einen Apfel und denk daran: Gott
schaut zu.” Auf der anderen Seite der Theke stand ein Teller mit
frisch gebackenen Muffi ns. Auch hier fand sich bald ein Schild. Allerdings
nicht von einer Nonne geschrieben, sondern eindeutig von
einem Kind. „Nimm so viele, wie du willst, Gott passt gerade auf
die Äpfel auf.”
Diese Anekdote beschreibt, was wir heute oft empfi nden und was
auch die Christen empfunden haben könnten, die unsere Jahreslosung
zum ersten Mal gehört haben. Gott ist anderweitig beschäftigt,
für uns hat er gerade keine Zeit. Der Druck, der damals auf der Gemeinde
lastete, weil sie sich in einer abweisenden und oft feindseligen
Umgebung vorfand, war groß. Das führte dazu, dass Christen im
Glauben müde, und für die Gute Nachricht des Evangeliums geradezu
schwerhörig geworden waren.
Auch unsere Jugend- und Gemeindearbeit steht vielerorts vor großen
Herausforderungen. Wir spüren, dass wir Antworten brauchen auf
die sich rasch ändernden Rahmenbedingungen. Manchmal scheint
es so, dass wir unsere Jugendarbeit unter Feiertagsverhältnissen
betrachten. Da läuft alles ganz gut. Im Alltag dagegen ist es oft so,
dass wir darunter leiden, dass vieles nicht so gelingt, wie wir uns das
vorgestellt haben.
Die Jahreslosung verdeutlicht uns, dass Christinnen und Christen in
eine Bewegung hineingenommen sind. Die Geschichte Gottes mit
den Menschen ist eine Bewegung. Gott selbst ist in Bewegung. Er
hört nicht auf, seine Menschen zu suchen. Die Bibel ist voller Geschichten,
die berichten, wie sehr Jesus die Menschen sucht. Selbst als er gekreuzigt
wird, hört er nicht auf, Menschen einzuladen. Als der Auferstandene sucht er
die Jünger auf und löst dadurch neue Bewegung aus.
In den Herausforderungen der Zeit sollen wir uns in der Jugendarbeit
nicht in einem Zustand „das-war-schon-immer-so” einrichten,
sondern in Bewegung bleiben. Glaube ist keine statische Angelegenheit.
Auf dem Weg ergeben sich viele Fragen. Glaube verändert
sich beim Unterwegssein. Da werden Gottesbilder in Frage gestellt.
Da gibt es Zeiten, da wird Gott in Frage gestellt. Wir erleben auf
diesem Weg, dass wir Gott nicht einfach haben, sondern ihn immer
auch suchen.
Die Bewegung, zu der die Jahreslosung auffordert, gleicht eher einer
Pilgerreise. Hier ist der Weg mindestens so wichtig wie das Ankommen.
Dennoch gilt es, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren: Es
geht um eine Ursehnsucht nach Heimat. Der Himmel ist offen! Wir
können nicht heimatlos werden! Wir haben einen Wohnberechtigungsschein
für unser Zuhause bei Gott.
Unser Unterwegssein dient dem einen Ziel: das Evangelium zu teilen,
es anderen mitzuteilen, die gute Nachricht von Jesus Christus und
dem offenen Himmel mit den Menschen zu teilen. Jugendarbeit ist
kein Selbstzweck. „Der vornehmste und wichtigste Auftrag der Kirche
ist es, das Evangelium zur Welt zu bringen, zu den Menschen in der
Nähe und in der Ferne, und das auf einladende Weise.”
Wenn Jugendarbeit in Bewegung bleibt, heißt das: Energie aus dem
Glauben beziehen. Die notwendigen Veränderungen dürfen eine Angelegenheit
des Gebets werden. Es kann hilfreich sein, gemeinsam
Gebete zu formulieren. So bleibt unser Beten konkret. Beten öffnet
Augen und Ohren für Ideen und Möglichkeiten, die umgesetzt werden
können. Im Beten entsteht die Unterwegs-Gemeinschaft, die Jesus
in ihrer Mitte hat und sich daher immer wieder neu öffnet für
Menschen und ihre Fragen.
Herr Jesus Christus, gib uns den Mut, immer wieder aufzubrechen
und uns auf den Weg zu machen. Schenke uns die
Gewissheit, dass du mit uns gehst und wir nicht allein sind. Gib
uns das Vertrauen, dass dort, wo unsere Wege enden, dein Weg
weiterführt.
Jürgen Kehrberger
Andacht
zur Jahreslosung 2013